Samstag, 8. november 2008 6 08 /11 /2008 14:52
Pactum cum diabolo


Teuflisches Nonsense

Weit ausholend und mit diabolischer Wucht versetzte mir eines Tages der Höllenherrscher einen Rippenstoß, solcherweise mit seinem Ellenbogen setzte er auch seine behaartzottige Hand ins Spiel, darüber hinaus so kraftstrotzend, dass mir augenblicklich die heile Welt pechschwarz verfärbte und Funken nach allen Seiten sprühte, die mir deinen eitelhaft ausgerastet Brusthaarscheitel  bis zum Hufe erhellte.  „ Zum MIR“, flüchtete er, „du sitzt auf meine Ruhebank, du Satansbraten!“ „ Donnerwetter!!“ Es war das erste Wort, das mir in den Kopf einfiel vor lauter unerwarteter Überraschung. Sagte ich „Wie in Dreiteufels Namen kommst du drauf! ? Mal doch DICH nicht selber an die Wand! Habe ich deine Gesellschaft begeisterungsvoll und bedingungslos genossen und nicht die Bank zum knarren gebracht und das  mehr als 10 Jahre, meistens habe ich an  meinen Schreibtisch gesessen.“  „ The choise is yours – Me, God or Mammon? You see, I`m so noble-minded, ready to make an exception, only in your case, so not always proving the rule.” “Pfui, Teufel!!! Schere dich zum DIR, du Rattenfänge!!! Ich kümmere mich den Teufel darum! Schon  von unseren ersten Fußtritten  auf diesem Boden haben wir beide dich an den Hals geladen, du Seelenjäger, und warst du immer los rundum dieses Pandora Haus!! Deine lasterhafte, gierige Hand hat uns und jetzt mich nachgejagt ohne Unterlass Tag und Nacht, mein ganzes Leben zu einem Posenspiel gemacht. Deine Speichellecker und Helferhelfer lauern auf Schritt und Tritt in Lumpengesindelgestalt, demolieren meine Wohnung, mein Hausrat  und Satansbraten bist du selber, hast du nicht auf meinen Teppichfransen das Wasser mit Katzenduft abgelassen, und wer hat das Bein meines Bettes abgebrochen, meine lieben Pflanzen mit Schildläusen verpestet?  In Tausender destruktiven  Details steckst du, du, du!!! Deinen teuflischen Erfindungen die Phantasie hat keine Grenzen gesetzt. Und jetzt bist du gekommen um  meine Seele in Fetzen ausreißen aus dem noch lebendigem Leib, die willst du in alle Welt zerstreuen wie Lumpenstückchen gegen das Klingende. Jetzt ist Schluss!!! Unfug genug, die Ersehnte siehst du nicht,  wie kannst du auch deine Hörner ohne Spiegel nicht sehen, gleichermaßen,   guck mal, sind die noch da oder schon abgestoßen?   Ich werde dir sogar das Schwarze hinter meine Fingernägel nicht  für kein Geld der Welt verkaufen! So dieses mal sollst du Fliegen Fressen!!  In welcher Hexenküche bedienst du dich, wenn du meine Gesundheit vergiftest und zerstörst? Dieses mal bekommst du noch ein Paar Hörnern aufgesetzt neben deinem Geburtsmuttermal.  So ist es, der Viergehörnter!!! Und was für eine diabolische Ansicht wann ich dich mitsamt deine Anhänger (die pöbelhäften Lumpenprolls)  - durch das fröhliche Dorf treibe! Lettisch – dzit velnu (wortwörtlich -  dich treiben) bedeutet Späßchen machen.  Hat mich heute sehr gefreut auch dein Gefolge auf der Buchmesse zu begegnen, hatte ich gedacht das von den Büchern fürchten euch wie der Satan vom Weihwasser. Deine Großmütigkeit ist zum Kotzen, weil dein Gegenspieler hat auch ein Teufelchen im Laib,  in der Tat ist keineswegs weniger pharisäischer als du, das Fell über die Ohren ziehen und um sein Leben und Taschen  zittern – die Sachen, die sie beide gleichermaßen beherrschen. Kann man Teufel mit Beelzebub, den Obersten  austreiben?? Frage ich dich nicht danach!  Habe ich zu tief in deine Küche hineingeblickt, besser wäre, denkst du, dass ich mein Augenmerk tiefer in die Teufelsbräuflasche eingeworfen hätte? Darauf kannst du warten bis der Eulenschwanz aufblüht!  Deine Ränke haben die ein Paar meine Gesellschafter-Ohrenbläser  in alle Winde zerstreut,  tausend Dank dafür, wer braucht eigentlich Höllenbotschafter?  Und wenn du mich zu dir holst, dann werde ich gerne zur Bruderschaft  mit dir trinken auf Teufel komm `raus!  Wir werden dann Einer des anderen Teufel sein bis du mich auf seine Höllenflamme  in Schutt und Asche gelegt hast. Der zweite ausufernden Dank an dich richte ich auch, weil durch dich bin ich hinter die Wahrheit gekommen  und  dem Gefühl Hass  begegnet, der bisher war mir ein Fremder ein exotische Wort in meinem Wörterbuch,  gegenüber dich und deine Menschengestalt verlorene Gefolgschaft mit angespannten, verzogenen, verklemmten, versteinerten Gesichtern,  der  Siedender,  der lodert jetzt in meiner Seele  und ist vielmals heißer deines Höllenfeuers, deine Höllenflamme kann ihm nicht das Wasser reichen, wenn  die Stunde schlagen wird, mein Freund Wind  zerstreut dann  die Asche auf eine Blumenwiese, ein paar Grashalmehen werden entspringen dem rauschenden, brausenden  Wind raunend: „Wie schon die Welt ist“.

P.S. Unverzeihbar wäre, falls ich    meine liebe Oma in diesem höllischen Zusammenhang nicht erwähnt hätte, die zweifellos jetzt mit deiner Großmutter freundlich schwatzt, die spazierte Barfluss im Schnee, ihr Lieblingsspruch war: „ Sei es Hölle, sei es Sumpf, gesellschaftliches Flair ist alles.“  Wortwörtlich natürlich klingt am besten. Ich bin das Gegenteil davon, gleich habe ich auch einen Spruch kreiert: „ Männer sind wie AUTOREIFEN – megageile, aufgeblasene  Überfahrer, aber ohne PROFIL und an einem Stacheltier werden sie platt.“

von Dzintra Tunik
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